Uta Ruscher

Katzensommer

Manche Sommer sind wie Gummiband. Erst dehnen sie sich endlos aus, und dann schnipsen sie plötzlich zurück.
Isabella ist stinksauer. Ihre Eltern sind mit ihr in ein langweiliges Dorf gezogen. Nicht mal eine Katze darf sie sich halten. Sie sehnt sich nach Hamburg zurück. Nach Erik, der nur an seine Gitarre denkt. Seit sie mit ihm geht, liegt Vaters Hand ständig auf ihrem Knie. Ihr Vater tut ihr leid. Bis zu jener Nacht, als ihre Mutter zum ersten Mal Dienst hat. Niemand darf Isabella mehr berühren. Nicht mal Nele, das Mädchen von nebenan, mit ihrer samtigen Haut. Der Einzige, der Isabella zu verstehen scheint, ist Tiziano, den sie füttert – trotz Verbot. Als sie dabei erwischt wird, soll der Kater eingesperrt werden. Schlimmer hätte es nicht kommen können. Doch dann macht Isabella eine furchtbare Entdeckung…
Ein Buch über das Wachsen und Nicht-wachsen-können. Über die Liebe und deren Verrat. Über das Verstummen daran – und die Stärke eines vierzehnjährigen Mädchens, sich nicht unterkriegen zu lassen.