Uta Ruscher

Biografie

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Geboren bin ich im Winter 1966 in Ostberlin. Pioniere, FDJ, Westfernsehen ÔÇô das ├╝bliche Programm. Nach dem Abitur studierte ich Kristallographie (das sei Dienst am Staat), unterbrach aber das Studium (das sei Verrat am Staat). Danach Kindergartenhelferin, sp├Ąter zwei Jahre Musik-Editorin beim VEB Deutsche Schallplatte, genau gegen├╝ber dem Reichstag, die Mauer im Gesicht.
Weihnachten 1987 erhielt ich ein Visum f├╝r sechs Tage Westberlin – und blieb einfach dort. Fest der heimlichen Abschiede. Kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Ostmacke. Daf├╝r endlich atmen, verbotene B├╝cher lesen, schreiben.
Schreiben f├╝r die Berliner Morgenpost und verschiedene Rundfunksender. Studieren, Musik- und Kommunikationswissenschaft an der TU Berlin. Inzwischen arbeitete ich als Musik-Editorin bei Teldec Classics, auch als Autorin und Aufnahmeleiterin beim Sender Freies Berlin.
Im April 1996 erf├╝llte sich mein gr├Â├čter Wunsch: eine Tochter, Lea Josefine.
Nach ├╝ber drei├čig Jahren Berlin wurde ein Wechsel f├Ąllig. Raus aus der Gro├čstadt, hin zu Kamelien, Sonne, ambrosianischem Gel├Ąut. Italienische Leichtigkeit, die das Deutschtum immer mehr aufdr├Âselt. Seit 1997 lebe ich in diesem ├╝ppigen, entr├╝ckten Tessin, wo ich als freie Autorin arbeite, auch mal Dozentin am Conservatorio war und seit 2004 als Tonmeisterin am Radio della Svizzera Italiana t├Ątig bin.
Im Jahre 2001 gr├╝ndete ich zusammen mit einer Freundin das Sinfonieorchester Arcadia. Mit Begeisterung spiele ich seit meinem 8. Lebensjahr Viola.